Segen zur Konfirmation

Der diesjährige Palmsonntag war für die Gemeinde Bodenwerder ein besonderer Festtag. Zwei Jugendliche der Gemeinde empfingen durch den Bezirksältesten Klaus Meyer den Segen zur Konfirmation.

Am Palmsonntag, 5. April 2009, erlebte die Gemeinde Bodenwerder einen Konfirmationsgottesdienst, den der Bezirksälteste Klaus Meyer hielt. Als Textwort diente ein Satz aus 1. Chronik 29, 17:

"Ich weiß, mein Gott, dass du das Herz prüfst, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm."

Vor dem Gottesdienst stimmten die Instrumentalisten mit "Gott hab vor Augen und im Herzen" und dem als Sologesang vorgetragenen Lied "Selig sind, die Gottes Wort hören" die Gottesdienstbesucher auf das besondere Erleben ein.

Bezirksältester Meyer stellte die beiden Konfirmanden in den Mittelpunkt des Gottesdienstes. Hinweisend auf das Textwort sagte er, dass Gott das Herz prüfe. Diese Prüfung sei aber so zu verstehen, dass sie eine Hilfe sei, sich selbst zu erkennen und zielgerichtet an seiner Weiterentwicklung mit Gottes Hilfe zu arbeiten. Der Ewige lasse manche Situation zu, in der wir uns bewähren sollten.

Aufrichtig sein, heiße aufgerichtet, ehrlich und geradlinig zu sein. Schon im irdischen Leben sei im Umgang mit Freunden oder Geschäftspartnern Aufrichtigkeit eine wichtige Voraussetzung guter Beziehungen. Wer unaufrichtig oder heuchlerisch sei, setze Freundschaften leichtfertig aufs Spiel und schüre Misstrauen.

Das Wichtigste aber sei die Aufrichtigkeit vor Gott. Diese Aufrichtigkeit solle sich insbesondere zeigen im Suchen der Nähe Gottes, im Bekennen der eigenen Schuld, im Vertrauen zu Gott und seinen Gesandten, in der Liebe zu Gott und in der Vorbereitung auf das Kommen des Herrn.Diese Aufrichtigkeit vor Gott sei eine entscheidende Grundhaltung. Menschen könne man etwas vormachen, Gott etwas vorzumachen sei unmöglich, da er uns besser kenne, als wir uns selbst. Wer sein Leben aufrichtig vor Gott führe, erfahre immer neu den besonderen Segen des Ewigen.

Der Vorsteher der Gemeinde Bodenwerder, Priester Thorsten Böker, brachte seinen besonderen Dank zum Ausdruck, dass die jungen Geschwister diesen Tag in Gesundheit erleben könnten, denn in ihrem Leben hätten schon beide den besonderen Schutz und die Hilfe Gottes erlebt. Wichtig im ganzen Leben sei es, sich immer wieder die Frage zu stellen: Was wünsche ich mir von meinem himmlischen Vater?

Priester Frank Böker aus Holzminden erinnerte an eine Begebenheit aus seinem Konfirmationsgottesdienst, die Bischof Kurt Krysewski den damaligen Konfirmanden nahe gebracht hatte: Eine junge Schwester musste ihre Heimat verlassen. Ihre Mutter hatte ihr ein Bild von sich ins Gepäck gelegt. Immer wenn das junge Mädchen traurig war oder besondere und schwierige Verhältnisse erleben musste, nahm sie dieses Bild und betrachtete ihre Mutter. So sollten die Konfirmanden es auch machen. Immer wieder die "Mutter Gemeinde" besehen und die Verbindung zu ihr suchen.

Nach der Ansprache an die Konfirmanden und der Spendung des Segens bestätigte die Gemeinde dieFrage des Bezirksältesten, ob sie die jungen Geschwister mit innigen Gebeten begleiten wolle, mit einem lauten und freudigen Ja.

Ein besonderes Geschenk machte der Kinder- und Jugendchor mit Klavierbegleitung zum Abschluss des Festgottesdienstes den Konfirmanden mit dem Lied "Willst du stets glücklich sein, dann mach es so..."

D.M.

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