Jubiläumskonzert in katholischer Kirche

Katholische und neuapostolische Christen und Sangesbrüder haben sich zum festlichen Konzert anlässlich des 90-jährigen Bestehens der neuapostolischen Kirchengemeinde Bodenwerder am Samstag, 13.Oktober 2012, vereint.

„Es ist unser Anliegen, dieses Konzert in einer Räumlichkeit mit schöner Atmosphäre, guter Akustik und ansprechendem Ambiente, am besten in einer Kirche, zu geben. Leider ist unser Kirchlein dafür weder geeignet noch groß genug“, hatte Hirte Thorsten Böker, der Vorsteher der Gemeinde Bodenwerder, in der Anfrage an den Gemeinderat der katholischen Pfarrgemeinde Maria Königin formuliert. Und die katholische Kirchengemeinde stellte ihre Kirche für dieses Jubiläumskonzert zur Verfügung.

110 Zuhörer hatten sich zu diesem Konzert eingefunden, als Martin Pfeffer vom Pfarrgemeinderat alle herzlich begrüßte. „Es ist mir eine große Freude, heute Ihr Gastgeber zu sein und über Konfessionsgrenzen hinaus gemeinsam zu musizieren.“

Alle Musikschaffenden ließen ein kräftiges „Ich will den Herrn loben“ erschallen. Vorsteher Thorsten Böker bedankte sich bei dem Gastgeber und gab einen kurzen Einblick in das Leben der 90 Jahre bestehenden Gemeinde.

Das Konzert, gestaltet vom Chor der katholischen Kirchengemeinde (Leitung Andranik Simonyan), vom Männergesangverein MGV von 1871 Bodenwerder (Leitung Uwe Klingenberg), vom gemischten Chor (Leitung Carmen Böker und Carmen Mattukat), vom Jugendchor (Leitung Carmen Böker) und vom Instrumentalensemble (Leitung Carmen Mattukat) der Neuapostolischen Kirche brachte freudige und harmonische sowie getragene und schwungvoll interpretierte Choräle und Musikstücke zu Gehör.

Pfarrer Michael Kreye bedankte sich bei den Akteuren und warb um Gottesdienstbesuche am folgenden Sonntag in der katholischen, der evangelischen und neuapostolischen Kirche, um so ein Zeichen der Verbundenheit unter den Christen zu setzen.

Vorsteher Thorsten Böker wies in seinen Schlussworten auf die Verwendung der an dem Abend gesammelten Spenden hin, die an die katholische Gemeinde übergeben wurden, um einen Teil der Heizkosten zu decken. Der größere Teil sollte der Tafel gespendet werden. Zu diesem Zweck wurden bis Mitte November weitere Nahrungsmittelspenden in der NAK Bodenwerder gesammelt. Er lud alle Akteure zu einem geselligen Beisammensein ein, um das Konzert in fröhlicher Stimmung noch einmal Revue passieren zu lassen und so eine weitere Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen und Verstehen zu schaffen. Davon wurde von allen Akteuren und deren Angehörigen reger Gebrauch gemacht, und es erklang nach sakralen Gesängen im Konzert nun manch fröhliches Liedchen zur Freude aller.

„Dass es so etwas in Bodenwerder noch gibt . . . Eine himmlische Atmosphäre, die das Herz noch lange bewegt“, zog ein Gast noch am Sonntagmorgen Bilanz aus diesem 90-minütigen Konzert.

D.M.