Ein Ball für Taminas Eltern

Ein außergewöhnliches Taufgeschenk hatte Hirte Dirk Ballosch, Vorsteher des Kirchenbezirks Hildesheim, für die Eltern der kleinen Tamina mitgebracht. Im Taufgottesdienst am Sonntag, 23. März 2025, in der Gemeinde Holzminden überreichte er Emma und André Merker einen Ball. Der Ball sei ein Symbol für den Segen Gottes. „Gott wirft euch diesen Ball zu. Ihr müsst nur eins tun: ihn fangen“, sagte der Hirte. Mit diesem Ball, mit dem Segen Gottes, „habt ihr immer das, was ihr für eure Tochter braucht“. Der Bezirksvorsteher riet den jungen Eltern aber auch, den Ball nicht nur für sich zu behalten, sondern ihn immer wieder auch an den einen oder anderen weiter zu werfen.

Der Gottesdienst in der vollbesetzten Holzmindener Kirche stand unter dem Bibelwort

„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ (Lukas 6,36).

Ein barmherziger Mensch öffne sein Herz fremder Not, definierte Hirte Ballosch in seiner Predigt den Begriff der Barmherzigkeit. Während Mitleid lediglich Ausdruck eines Gefühls sei, äußere sich Barmherzigkeit im Handeln. „Barmherzigkeit ist tätige Nächstenliebe“, sagte der Hirte und rief die Gemeinde dazu auf, Barmherzigkeit gegenüber dem Nächsten zu zeigen. „Dabei müssen wir keine Hochleistungssportler der Barmherzigkeit sein“, betonte er, Gott bewerte nicht unsere Leistungen, sondern er segne bereits unser Bemühen.

Barmherzigkeit bedeute auch, nachsichtig mit dem Nächsten zu sein, ihn so anzunehmen, wie er ist. Der Bezirksvorsteher riet den Eltern der kleinen Tamina, ihrem Kind immer Barmherzigkeit zu schenken. Schließlich habe Jesus die Kinder in den Mittelpunkt gestellt und gesagt, dass ihnen das Himmelreich gehöre. „Heute schließt Gott einen Bund mit Tamina. Denn ihr gehört das Himmelreich.“

Priester Jörg Merker betonte in seinem Predigtbeitrag, dass Gott allen Menschen Barmherzigkeit schenke ohne Unterschiede zu machen. Barmherzigkeit bedeute, dem Nächsten sein Herz zu öffnen. Der Priester äußerte die Hoffnung, dass Tamina in ihrer Gemeinde spüren könne, dass liebende Menschen da seien, die ihr gegenüber ihr Herz öffnen.

Als Taufspruch für ihr Kind hatten sich Emma und André Merker einen Vers aus dem Buch des Propheten Jesaja ausgesucht: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ (Jesaja 41,10). Darauf Bezug nehmend wies Hirte Ballosch darauf hin, dass Gott nicht immer unmittelbar wirke. „Er wirkt auch durch euch Eltern. Indem ihr dafür sorgt, dass Tamina sich nicht fürchtet, dass sie gestärkt und gehalten wird.“

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