Gemeindefahrt in die Lutherstadt Wittenberg

Unsere diesjährige Gemeindefahrt vom 14.08. bis 16.08.2026 startete bei hoch­som­merlichen Temperaturen von 33 Grad in die Lutherstadt Wittenberg.

Nach der Ankunft um 18:00 Uhr in unserem zentral ge­legenen Hotel haben wir Zeit, um ein wenig die Altstadt zu erkunden. Es sind viele Touristen unter­wegs, denn der Elberadweg ist nicht weit entfernt. Die Restaurants sind gut besucht, man sitzt draußen und erlebt einen Sommerabend wie in südländischen Gegen­den. Wir genießen das Beisammensein in kleineren Gruppen und freuen uns auf den Samstag, der um 10:00 Uhr mit einer Stadtführung startet.

Wir haben Glück mit unseren Stadtführern, denn sie nehmen uns mit auf eine interes­sante Zeitreise in die Jahre um 1500: Luther kommt nach Wittenberg und lehrt an der dortigen Universi­tät, er umgibt sich mit den Studierenden, hält engen Kontakt zu Philip Melan­chthon und anderen Theo­logen bzw. Wissen­schaftlern. Er nutzt die Tür der Schlosskirche, um dort seine 95 Thesen anzuschlagen. Diese Tür wurde für Bekannt­machungen aller Art ge­nutzt, war also eine Art „Litfaß­säule“ der damaligen Zeit. Luther schreibt, dass man sich die Vergebung seiner Sünden nicht er­kaufen kann, sondern jeder Mensch auf die Gnade Gottes auf Grundlage des Evangeliums angewie­sen ist. Damit richtet er sich gegen den Papst und den Ablasshandel. Wir besichtigen die Bronzetür der Schlosskirche, auf der die Thesen in lateini­scher Sprache zu lesen sind, die Originaltür fiel einem Brand zum Opfer.

Nach 2,5 Stunden haben wir viel Interessantes über Luther und das mittelalter­liche Leben erfah­ren, sodass sich nun jeder ein wenig Entspannung sucht - jeder wie er mag! Wir haben 36 Grad!

Abends treffen wir uns zum gemeinsamen Essen im Brauhaus und lassen den Tag im Hotelgarten ausklingen mit schönen Gesprächen – ernst oder heiter. Wir freuen uns auf unseren letzten Tag in Wittenberg.

Dieser startet mit dem Gottesdienstbesuch in der Gemeinde Wittenberg. Wir werden gebeten den Chor zu verstärken und so sind wir ein schöner großer Chor. Anschließend gibt es noch Kaffee und Kekse und wir fühlen uns fast wie zu Hause bei uns in Hildesheim. Wir freuen uns über die herzliche Aufnahme und starten danach unsere letzte Etappe zu den Parkanlagen in Wörlitz. Diese nach englischem Vorbild angelegte idyllische Parklandschaft lädt ein zum Fla­nieren, Boot fahren oder einfach nur zum Schauen und Ent­spannen. Mit diesem guten Gefühl treten wir um 16:00 Uhr die Heim­reise an. Wir hatten ein wunder­schönes Wochenende, voller Har­monie, viel Kultur aber auch entspannten Momenten!

Dem Förderverein der Gemein­de Hildesheim sagen wir ein herz­liches Danke­schön, dass diese Reise finanziell unterstützt werden konnte. Unser Busfahrer Wolfgang hat uns gut und sicher gefahren, auch ihm sagen wir Dankeschön!

Unser Fazit: Wir haben zwar viel geschwitzt, die Reise war sehr interessant, hat viel Spaß gemacht und wir sind gerne mal wieder mit dabei!